Ich heiße Sabine, bin 45 Jahre alt, verheiratet und habe einen 3-jährigen Sohn. Meine Hobbys sind: Lesen, Schwimmen, Sauna und die Natur. Gewichtsschwankungen hatte ich schon mit 25 Jahren. Bei Stress esse ich unkontrolliert. Habe etliche Diäten hinter mir. Vor sieben Jahren hörte ich auf zu rauchen. Seitdem stieg das Gewicht stetig. Während der Schwangerschaft nahm ich insgesamt nur 5 Kilo zu und hatte nach der Geburt 10 Kilo weniger, als vor der Schwangerschaft, da ich fettarme Vollwertkost aß und mich viel bewegte (mein Gynäkologe hatte immer „gepredigt“:’Denken Sie an Schwangerschaftsdiabetes und an Ihr Kind’).Jetzt habe ich mein Höchstgewicht erreicht und kann es gar nicht erwarten bei Niewiederdick mitzumachen.
Da Susanne Schmidt selber eine Betroffene ist, ist sie für mich authentisch und bestimmt eine große Hilfe.
Wie war die vergangene Woche und wie habe ich mich gefühlt?
Woche vom 01.02. bis 06.02.:
Der Einstieg war super, aber die Umstellung fiel mir erst schwer. Habe keine Fettpunkte gezählt, sondern mein Wissen angewendet. In Zukunft werde ich immer das Mittagessen mit zur Arbeit nehmen. Habe mich mehr bewegt u. mich nicht unter Druck gesetzt; also auch entspannen ist wichtig. Hatte riesen Angst vor der Waage (mein „Feind“).Deshalb erst am Montag rauf:
JAPADAPPADU: 2kg weniger!!!!
Ich kann es gar nicht fassen! Super ‚Mädel’. Weiter so. Ich bin total happy. Habe dadurch einen mächtigen Energieschub. Nach 3 Jahren geht es endlich wieder berab! Weiß, dass es auch Tiefen geben wird. Aber jetzt genieße ich meinen Erfolg u. gönne mir dafür einen Friseurbesuch.
Woche vom 07.02. bis 13.02.:
Die Woche fing gut an. Habe gespürt, dass sich mein Körper irgendwie umstellt. Mein Magen hat endlich nach langer Zeit geknurrt (etwas geschrumpft? Bessere Verdauung?). Mitte der Woche wurde ich krank. Als mein Kind nachts wach wurde, fing wieder mein falsches (Stress?) Essverhalten an (Süßes) .Dachte, hab es im Griff. Hab gelegentlich. kl. Süßigkeiten von ihm genommen. Hatte zu wenig Bewegung (war mir zu kalt draußen). Hatte wieder zu erwarten: Enttäuschung durch meinen Vater. Der Nachtdienst hat mich völlig aus dem Rhythmus geworfen. Hatte Stress auf der Arbeit. Habe es geahnt: habe 200g zugenommen. Fazit: Nur noch berechnetes Süßes (zur Tageszeit).
Do. Schwimmen (Verein) weiterhin; Sa. Schwimmen (Verein, wenn es dienstplanmäßig klappt); 1xWo.walken. Ich will keinen Nachtdienst mehr machen (langfristig > Jobwechsel). Umgebe mich mit liebenswerten Menschen. Obwohl ich zugenommen habe, fühle ich mich überhaupt nicht so wie früher sofort entmutigt .Nein, im Gegenteil. Ich weiß, was die Auslöser dafür waren und reflektiere gründlich bei mir. Früher verdrängte/kompensierte ich mit Frustessen. Jetzt, dank Susanne (Wochenresümee/Wochentagsliste) wird es mir so langsam bewusst.
Woche vom 14.02. bis 20.02.:
Habe 2 Tage gebraucht, um mich vom Nachtdienst (Rhythmus) u. von dem (hausgemachten) Ärger zu erholen. Ich muss einfach meinen Unmut noch deutlicher u. zeitnahe zeigen. Thema: Durchsetzen.
Sonst ging es mir sehr gut. Als ich bei der Heilpraktikerin war ich danach völlig verwirrt: Ich soll kein Brot mehr essen; keinen Käse; keine Milchprodukte; höchstens Ziegenkäse, -milch; nur noch Obst zum Frühstück; vor jeder Mahlzeit etwas Eiweiß>regt die Bauchspeicheldrüse an….Das war mir too much! Bei aller Liebe. Nee, also, eins nach dem anderen. Ich kann mein Essverhalten nicht von heute auf morgen um 180° Grad drehen. Hatte mehr Bewegung; tat mir gut. Aber ich brauche noch mehr Bewegung.3 x Wo. 1 Std. Habe nur 200 Gramm abgenommen. Besser als nix. Habe nicht die Fettpunkte genau gezählt. Habe Ziegenkäse gegessen> zu fett. Mir reicht es: Ich ziehe mir jetzt tgl. das Programm von Susanne rein. Drucke mir die Rezepte aus u. zähle die Fette u. schreib es mir auf. Zeit hin ,Zeit her.
Ja, ich hab ein Kleinkind, was sehr temperamentvoll ist; aber dann muss ich eben versuchen im Voraus zu planen/rechnen, was ich esse, wenn er in Kita ist u. ich frei habe.
Woche vom 21.02. bis 27.02.:
Mo.: Habe geweint: 200g. Gewichtsabnahme. Ob ich das jemals schaffe?! Diese Fettpunktzählerei ist mir zeitlich einfach zu viel. Kriege das mit Job u. Kleinkind nicht hin. Achte trotzdem auf Fette. Di.: War bei Heilpraktikerin: Die Zuwendung tut mir sehr gut. Jetzt muss ich mich um niemanden kümmern. Endlich Zeit für mich. Sie gab mir ein einfaches u. billiges(Knoblauch u. Zitrone) Rezept, dass die Leber entschlacken, den Stoffwechsel anregen soll und u.a. den Kalk abbaut (Gefäße).Schmeckt gar nicht so ‚gemein’. Dann hat sie mit mir Kinesiologie mit mir gemacht. Die Körperzellen /Unterbewusstsein erinnern sich. Erst fand ich das albern, aber nachher ist sie mit mir in die Vergangenheit „gereist“. Ich hab’s geahnt: Obwohl es 10 Jahre her ist u. mein Ex-Freund (viel Gewalt u. verbal-aggressiv) verstorben ist, bin ich (Körper/Seele) immer noch deshalb blockiert. Darum nehme ich kaum ab. Jetzt „arbeiten“ wir daran. Mal sehen, was dabei rauskommt. Jedenfalls soll ich jeden Tag mehrmals zu mir sagen: ‘ICH GLAUBE AN MICH, ICH VERTRAUE MIR, ICH LIEBE MICH, ICH BIN MUTIG’, während ich dabei mein Brustbein, Kinn, zwischen Oberlippe u. Nase u. Stirn leicht klopfe. Akupressur? Selbstsuggestion? Hab erst gelacht, aber ich glaube sie weiß, was mir fehlt. Nach der Therapie war ich betroffen und hatte direkten Zugang zu mir; war nachdenklich. Fühlte, horchte nach Innen…..
Der Treff bei Freunden war nett. Und da war mal Chaostag. Musste sein. Hatte richtig Lust auf Alkohol. Leider regt es den Appetit an u. sie haben auch wie abgemacht keinen Salat gemacht. Hab mich an die Gurke u. Paprika u. fettarme Wurst rangemacht. War aber nicht satt. Fazit: Nä. Mal gehe ich auf Nr. sicher u. bringe selber Salat mit.
Jetzt kommen wieder so langsam die alten Gelüste zum Vorschein: Pizza, fetten Käse,…….
Versuche mal morgens Obst zu essen, mehr trinken und mich mehr zu bewegen. Leider hatte ich immer zu tun. Muss das anders organisieren.
Woche vom 28.02. bis 06.03.:
Habe ständig Termine. Muss einen Gang runter schalten. Schaffe sonst nicht mehr mein „Büro“, Haushalt u. Bewegung. Eigentlich geht’s mir gut. Früher hätte ich aus Frust gegessen, jetzt schreib ich es mir zum Glück hier (Wochenresümee) alles von der Seele. Plane Reise mit Oma u. Max: Lichtblick: Krankenkasse empfiehlt (chron. Krankheit/Kinder) für Max. 4 Wochen Kur. Das kann ich gut gebrauchen. Glaube für meine Ernährungsumstellung wäre ein Ortswechsel ideal: Wie bei meiner Kur: Kein Kühlschrank, geregelte gemeinsame Essenszeiten, nette Menschen. Kein Stress. Ich freue mich (Vorfreude).
Habe immer abends Appetit. Gewohnheit? Fällt mir schwer abends nix mehr zu essen/naschen. Lenke mich ab, trinke Tee (beruhigt den Magen).Mensch früher, als man jünger war, da hatte man nur „ne Flasche Sekt“ im Kühlschrank, ist Tanzen, Billard spielen… gegangen.Beobachte die schlanken Leute. Wie machen die das? Musikinstrument spielen, Konzerte, Extremsport,…?!Glaube, irgendwie fehlt mir was…“Vater unser,…und führe uns (mich) nicht in Versuchung, sondern erlöse uns (mich) von dem Übel…“
Mi: Saunatag. Normalerweise bringe ich Max früh zur Kita u. anschl. gehe ich mit Kitamama (Freundin) Kaffeeklatsch machen. Heute habe ich andere Prioritäten gesetzt: Nach Kita nach Hause gefahren, Auto geparkt u. zur Sauna gelaufen. Denn ich kann mich nicht immer nach anderen Leuten orientieren (Zeit)u. gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten tanzen. Das Abnehmen, die Bewegung steht für mich jetzt im Vordergrund. Do. hab leider Max Pommes (Rest; in Öl >Imbiss) aufgegessen. Heute ist wieder so ein Tag, wo ich alles essen könnte. Leider kann ich nicht zum Schwimmen plus Aquagymn., da mein Mann krank ist. Bin auch müde vom Frühdienst. Der Kleene hatte wieder seine Trotzphase: Stress pur…
Bin traurig: Meine „Kitamama“ wird Berlin mit Fam. Wohl verlassen (berufl. Gründe).Sehr schade. Da hab ich endlich mal ne nette Mutti in meinem Alter, die zu mir passt; ihre Tochter u. Max sind befreundet; die Männer verstehen sich auch gut; und nun das. Nun habe ich wieder keine Mutti mit Kind. Das macht mich sehr traurig (weine).Denn wir verstehen uns alle bombig. Ich glaube, ich bin ein sehr harmoniebedürtiger Mensch u. deshalb schnell bei Störungen gestresst; oder u. bei Unregelmäßigkeiten (z.B.: Frühdienst > kein Mittagessen bis 15:30h) gerate ich schnell aus der Balance. Struktur u. Disziplin ist meine Lektion. Wochenende: Chaostage, habe extrem Hunger auf Süßes u. Pizza (fettarm 10%Fett).Sündige auch. Glaube der ganze zeitliche und nervliche Stress ist Gift für mich. Zur Frühschicht lasse ich mir ab nächster Woche immer einen großen Salat von der Stationsleitung aus der Kantine mitbringen. Ich werde 2x Wo. Laufen gehen u. weiter 1-2x Wo. Schwimmen plus Aquafitness. Ach ja, ab heute esse ich Obst zum Frühstück .Den Stoffwechsel an powern. Trotz Rückfall etwas abgenommen. Ich arbeite daran. Wollte erst alles hinschmeißen. Zum Glück hat meine Mutter (Selbsthilfegruppe) mich wieder motiviert, Tipps gegeben. Ich mache weiter. Aller Anfang ist schwer….
Woche vom 07.03. bis 13.03.:
Ich fühle mich, wie nach einer gescheiterten Diät. Mies, hoffnungslos, allein.
Z.Zt. hängt der Haussegen schief. Treffe mich mit lieben Leuten. Juchu, obwohl ich in Maßen am Wochenende gesündigt habe (dafür am Sonntag einen extrem fettarmen Tag als Ausgleich), habe ich 500g abgenommen. Ich bin erstaunt. Anscheinend mache ich ja doch alles richtig. Ich freue mich, denn das Ziel für diese Woche habe ich erreicht! Das motiviert mich weiter! Zwischendurch hatte ich einen Hänger, habe immer wieder die Tipps, etc. gelesen. Habe Teilnehmerliste/Wochenresümees entdeckt. Das war sehr interessant für mich. Den anderen geht es auch nicht anders als mir. Das macht mir Mut. Auch das viele mal Gewichtsstillstand oder etwas zugenommen haben, bestätigt mich. Was sich in 6 Wo. Bei mir verändert hat, ist für mich ein großer Fortschritt. Auch wenn, oder gerade weil ich langsam aber kontinuierlich abnehme: Mein Körper sagt von alleine: mache Sport (Unterbewusstsein),achte auf fettarme Kost. Sünden genieße ich und gleiche sie durch Sport oder einen sehr fettarmen Tag danach wieder aus. Ich setzte mir für jede Woche kleine Ziele. Ja, wir schaffen das! Alles braucht seine Zeit. Geduld zeugt von wahrer innerer Stärke’.
Woche vom 14.03. bis 20.03.:
Die ersten Tage ging’s mir super: Habe etwas abgenommen; Susanne hat meine Tagesliste positiv kommentiert. Das tat mir sehr gut!!! Kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal gelobt worden bin. Wochenmitte fing ich an zu schludern, bzw. mir selber was vor zu machen. Habe in Sauna Kuchen gegessen; dann 3Gläser Alkohol („Futterneid“)…
Seit Mitte der Woche merke ich, dass ich denke, ich hab mich im Griff – denkste! Wenn ich Süßes o. Pizza sehe, könnte ich sofort zuschlagen. Und als ich mich dann noch im Spiegel betrachtet habe, war ganz aus. Klamotten kaufen: Alles chice Sachen – aber leider nicht in meiner Größe. Habe keene Lust mehr „Kartoffelsäcke “ zu tragen. Sehr frustierend! Abends habe ich Hunger u. esse. Nä. Wo. Habe ich frei. Es gibt Knäcke mit Magerquark u. Honig u. viel Gemüse…u. ich werde noch mehr laufen/mich bewegen. Mir geht das einfach zu langsam. Gleichzeitig lese ich jetzt das Buch:“Warum die nettesten Frauen am schnellsten dick werden“;von einer Psychologin. Für mich Thema: Das eigene Verhalten. Habe (wider zu erwarten) 1Kilo zugenommen. War heute (Mo.21.03.) bei Heilpraktikerin. Sie geht mit mir an die Ursache für mein Essverhalten. Das gibt mir Kraft u. neuen Mut, bzw. ich sehe vieles aus einem anderen Blickwinkel. Ich gebe nicht auf. Bin an einem Punkt gekommen, wo ich sag. Mir reicht Es. Ich will mir selber nicht mehr im Weg stehen.
Woche vom 21.03. bis 27.03.:
Diese Woche war gefühlsmäßig für mich, wie eine Achterbahn. Ich hatte viele Höhen und viele Tiefen. Ich führte innerlich ständig einen Dialog mit mir: ’Hörst Du auf oder machst Du weiter?’! Die „Kämpferin“, die „Heilerin“, die „Verzweifelte“, die „Maßlose“ > alle „sitzen“ ständig an meinem Esstisch und führen eine Konferenz. Ja, ich habe gesündigt: Pizza 18FP,abends Nudeln beim Italiener, Kuchen, Kekse; aber irgendwie hab ich immer wieder die Kurve gekriegt. Mache jeden Abend meine Übungen.. Schreibe die Positivliste und das Wochenresümee. Habe abgenommen und kann das gar nicht glauben!!! Spinnt die Waage? Habe ich mein Gehirn getäuscht? (Mal fettarm, dann egal). Oder meinen die „Götter es gut mit mir? Wie dem auch sei .Ich nehme das Gewicht („Wahl“) an. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum zweistelligen Bereich. Ich glaube, ich muss diese Phasen alle durchleben, bis ich mich wieder gefunden habe: Die innere Mitte/Balance. Ja, es sind (innerliche) Hürden, aber ich kann ihnen ausweichen oder sie überspringen. Ich glaube, mein Bewusstsein muss sich erst langsam neu sortieren (Essverhalten). Freue mich. Am 2.4. fahren wir 1 Woche zur Ostsee. Da werde ich jeden Tag laufen.
Woche vom 28.03. bis 03.04.:
Diese Woche war nicht der “Hit”:Stress mit Kind; ärztl. Behandlung. Musste zum 3.Mal abgebrochen werden; wieder neuer Termin. In der Arbeit finde ich keinen Anschluss zu meinen jüngeren Kollegen. Denken alle nur an sich. (Dort werde ich nicht alt). Mit Patientenbegleitung war es super. Fühlte mich oft alleine/einsam. Mir fehlt der Kontakt zu einer Freundin; Mutter mit Kind. Haben alle keine Zeit. Die wöchentliche Frauensauna und das Schwimmen im Verein (hatte leider Dienst) fehlten mir auch sehr Frust/Ärger über den Dienstplan. Einziger Lichtblick: Jetzt die Reise zur Ostsee mit Oma, Enkel u. ich. Das wird mir/uns gut tun. Positiv: Ich esse nicht mehr aus Langeweile, Ärger oder Frust. Habe 1 Kilo abgenommen. Das spornt mich weiter an!
Woche vom 04.04. bis 10.04.:
Ich kann es nicht glauben: Schon wieder 1 Kilo runter! Und obwohl ich im Urlaub mehrmals gesündigt habe, bzw. keine Fettpunkte gezählt habe. Mal 1 Glas Wein, dann sogar 2 Bier, Süßes. Hab grob schon darauf geachtet. Also, so ganz traue ich dem „Frieden“ nicht. Deshalb werde ich mich noch mal zum Vergleich in der Sauna wiegen. Der Urlaub war schön aber auch anstrengend, denn mein Sohn ließ sich nur von mir „bedienen“ .Er war auch krank u. ich hatte zu tun. Aber gut. Zum Ausgleich haben wir lange Spaziergänge gemacht. Innerlich hatte ich wieder Angst auf die Waage zu gehen; und dachte, wenn ich zugenommen habe, dann höre ich auf. Hat ja sowieso keinen Sinn. Nix kann man sich gönnen. Je mehr Bücher ich lese; je mehr „Experten“ und Betroffene ich höre, desto verwirrter bin ich. Ich habe die Erkenntnis erlangt: Als Essgestörte muss ich ein Leben lang darauf achten; wie ein Alkoholiker. Es hilft mir auch nicht zu wissen, warum ich mich so verhalte. Ich versuche mich ganz genau zu beobachten; lasse den Tag Revue passieren/analysieren…Je mehr andere Dinge ich tue (Sport, Basteln, Kino, Kontakte, etc.…), desto kleiner wird das Suchtareal im Gehirn. Jetzt stehe ich an einem Wendepunkt: So viel wog ich vor meiner Schwangerschaft. Für mich ein Signal: Du schaffst es. Denn nach der Geburt wog ich 10 Kilo weniger als jetzt. Durch fettarme Vollwertkost, Bewegung u. viel Lebenslust. Nach der Geburt wieder das falsche Verhalten:“Belohne“ Dich mal. Ne Tüte Chips…Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Ich hoffe, dass eines Tages mein neues Essverhalten sich endlich ins Unterbewusstsein „schweißt“. DURCHHALTEN!
Woche vom 11.04. bis 17.04.:
Diese Woche war für mich anstrengend, aber schön: Hatte nette Begegnungen / Gespräche. Es war immer irgendwie was los. So langsam lerne ich nächsten Tag gleich wieder die Kurve zu bekommen. Lese gerade: ’Abnehmen mit dem inneren Schweinehund’. Das gibt mir neue nachvollziehbare Perspektiven. Ja, wo es noch bei mir hapert, ist noch mehr Bewegung. Am Liebsten laufe ich vor dem Frühstück, aber immer kommt was dazwischen. Das nervt/stört mich! Das werde ich ab nächster Woche ändern. Habe etwas zugenommen. Sicher, weil ich das gesamte Wochenende gesündigt habe: Bier, Süßes. Dadurch hatte ich auch Hunger (Blutzucker).Nächster Wochenplan: Sind 5 Tage im Garten; werde dort jeden Morgen laufen. Wenn Süßes, dann mal ein Stück Kuchen. Merke, dass ich mein Verhalten in bestimmten Situationen etwas geändert habe. Ich passe mehr auf mich auf. Wenn ich mal über die FP komme, versuche ich am nächsten Tag wieder auszugleichen.
Woche vom 18.04. bis 24.04.:
Diese Woche war sehr schön: Hatte sehr intensive Momente/Erlebnisse mit meinem kl. Sohn. Habe zur Arbeit eine gewisse Distanz, weil ich krank war. Deshalb habe ich mich gepflegt. Meine Ärztin hat großes Verständnis für mich und ich konnte mit ihr offen von „Frau zu Frau“ über alles reden. Ich fühlte mich angenommen, bestätigt, verstanden. Die schönste Zeit war Ostern im Garten mit meiner Familie: Das neue Trampolin wurde erst mal von uns allen getestet; und wir hatten große Freude. Wir haben gespielt und gelacht…Mein Mann hat sich viel um unseren Sohn gekümmert, so dass ich Sport machen konnte. Das Spazieren gehen fiel mir diesmal schwer, so dass ich Rad gefahren bin. Der erste Tag fiel schwer; aber beim zweiten Mal ging es schon etwas leichter. Hat mir Spaß gemacht durch die ruhige erwachende Natur zu radeln. Obwohl ich wider Erwarten von zwei Menschen enttäuscht wurde, ging es mir gut, weil ich nicht nur auf das Negative sehe. Ich kann diese Menschen nicht ändern. Aber ich kann meine Einstellung dazu ändern und ich konzentriere mich auf die Menschen, die ich liebe; auf die ich mich immer verlassen kann. Die immer für mich da sind. Die Menschen, die mich bedingungslos lieben. Ich bin froh und dankbar, dass ich sie „habe“.
Woche vom 25.04. bis 01.05.:
Diese Woche habe ich gespürt, dass ich innerlich bereit bin weiter abzunehmen; und nicht bei kleinen Hindernissen aufzugeben .Nach drei Monaten fühle ich mich deutlich besser: 6kg weniger; Stimmung besser; kein Völlegefühl/Trägheit mehr; kaum noch Kniebeschwerden; habe mehr Ausdauer beim Sport. Es reizt mich nicht mehr, wenn mein Mann abends eine ganze Tüte Kekse isst. Fettes stößt mich ab .Das Fahrrad fahren macht mir total Spaß. Meine Figur gefällt mir zwar noch nicht, deshalb mache ich solange weiter, bis ich mir gefalle und mein Wunschgewicht erreicht habe. Nächstes Etappenziel: 3kg weniger bis 12.06.11.
Woche vom 02.05. bis 08.05.:
Das war eine gute und Erkenntnissreiche Woche für mich. Hatte sehr nette Gespräche mit Arbeitskollegen. Einige von ihnen wollen auch abnehmen. Das spornt mich zusätzlich an, erfolgreicher zu sein, als die Anderen. Ich bewege mich jetzt regelmäßig und mir geht es danach besser. Muttertag hatte ich Magen-Darm-Beschwerden. Schöner Nebeneffekt: Kein Hunger. Ich hatte zuvor zu viel Fleisch gegessen und es war bestimmt nicht mehr haltbar. Jedenfalls erinnerte mich diese Übelkeit daran, als ich mich früher mit Zigaretten vergiftete. ZUVIEL; MAASLOSIGKEIT; ÜBELKEIT. Jedenfalls ist der „Knoten“ jetzt bei mir „geplatzt“. Ich habe dieses Gefühl durchlebt und in meinem Gehirn „gespeichert“ und will es nie mehr erleben. Diese negative körperliche Erfahrung löste in mir etwas aus: GENUG! ES REICHT! Ich möchte mich selber besser behandeln und mir Gutes tun. Das heißt auch u. a. energiereiche Nahrung. Habe wieder 1 Kilo abgenommen. Ich bin stolz auf mich.
Woche vom 09.05. bis 15.05.:
Stillstand auf der Waage, aber das ist OK. Ich bin viel geduldiger geworden. Habe mich viel bewegt und merke, dass mir das sehr gut tut. Jetzt ist es soweit, dass mein Körper von alleine sagt:’ So, rauf aufs Rad’. Ich werde ausdauernder. Mein Ziel für nächste Woche: Abwechslungsreiche Rezepte und wenn abends der Hunger/Appetit kommt: Magerquark und Obst.
Woche vom 16.05. bis 22.05.:
Wieder ein Kilo weniger, obwohl ich zwei Tage ein bisschen gesündigt habe. Habe das ausgeglichen durch Bewegung. Bin an einem Punkt gelangt, wo ich dieses “alte” Fett endlich los werden will. Habe viel über mein Verhalten durch diese Staffel gelernt .Bin u.a. viel geduldiger und gelassener geworden. Setzte mir kleine Ziele, aber das Endziel ist immer in meinem Kopf. Manchmal gelange ich noch in alte Verhaltensweisen zurück. Deshalb will ich an der anschließenden Staffel weiter machen, bis sich mein Essverhalten gefestigt/normalisiert hat. Ich freue mich über jedes Kilo, was schwindet und spüre mehr Lebensqualität.
Woche vom 23.05. bis 29.05.:
Die Woche war zwar durch Begegnungen/Austausch sehr schön, jedoch fiel es mir sehr schwer nach einer Geburtstagsfeier wieder die Kurve zu kriegen. Habe dort u.a.Torte gegessen, was mich sonst nie lockt. Sie hat mir noch nicht mal geschmeckt. Ich wollte einfach „dazu gehören“. Aber das ist Blödsinn. Jedenfalls Fett und Alkohol löst in mir Hunger/Appetit aus. Nächstes Mal werde ich mich vor einer Feier „vorbereiten“ (z.B.Gemüsesuppe).
Woche vom 30.05. bis 05.06.:
Diese Woche fing gut an. Aber ab Christi Himmelfahrt hatte ich wieder Rückfälle: Gartenparty „all inklusive.“Körperlich fühlte ich mich danach nicht gut. Zum Glück bin ich weiterhin regelmäßig Fahrrad gefahren, sonst hätte ich wohl mehr zugenommen. Diese Woche übe ich Disziplin.
Woche vom 06.06. bis 12.06.:
Diese Woche war extrem: Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt: Nach Treff mit ehemaliger Kollegin, musste ich mich erst neu sortieren, da sie sich scheiden lässt (ehem. Kollegen) und jetzt eine Freundin hat. Ich war traurig und irritiert. Dachte, nix hat heute mehr Bestand. Dachte an die schönen alten Zeiten (Dienst).Fühlte mich haltlos. Im Dienst habe ich mich endlich durchgesetzt. Mit ganzer Körpersprache und Direktheit. Das tat gut. Gewichtsmäßig schwanke in letzter Zeit etwas hin und her, weil ich mich selber „betrüge“. Hänge z. Zt. durch. Jetzt schreibe ich ein Essprotokoll und lese jeden Tag mein Nah – u. Fernziel und den Plan dazu. Tja, und Pfingsten hatte ich familiären Streit. Fühle mich von dieser Person ungerecht und lieblos behandelt. Dieser Mensch hat mich sehr verletzt. Jetzt brauche ich sehr lange Zeit, um das zu verarbeiten bzw., um mein seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.
Woche vom 13.06. bis 19.06.:
Bin jetzt auf meiner Arbeit „angekommen“. Biete meinen „Gegnern“ die Stirn. Schweige nicht mehr, sondern sage selbstbewusst meine Meinung. Manchmal bin zwar ich ambivalent, ob dass auf Dauer der richtige Bereich/Stelle für mich ist; deshalb halte ich Ohren u. Augen offen, für einen anderen Dienstbereich. Privat versuche ich die negativen Erlebnisse mit einer (mir nahestehenden?) Person rational zu betrachten. Ich lasse mich nicht mehr respektlos behandeln. Habe z. Zt. Keine Motivation. Denn dieser negative Stress trübt meine Stimmung. Hatte wenig Bewegung. Habe auch mehr FP gegessen. Nicht aus Frust, sondern aus Lust. Der absolute Höhepunkt war der Gottesdienst (Dreieinigkeitsfest/Kita/Sommerfest).Die Stimmung war sehr freudig und lebendig. Ich war sehr gerührt u. angetan. Musste vor Glück und Leid weinen. Dieser Gottesdienst gab mir viel Freude, Kraft, Zuversicht und Frieden. In dieser Gemeinschaft fühlte ich mich sehr wohl.
Woche vom 20.06. bis 26.06.:
Obwohl ich gut (mehr FP) gegessen habe, hab ich etwas abgenommen .Das motiviert mich weiter zu machen. Habe mich mehr bewegt. Zwei Geburtstage diese Woche. Dachte erst: Oje. Aber habe in Maßen gesündigt. Es fiel mir nicht schwer auf gewisse Dinge zu verzichten. Bis auf diese Rostbratwurst mit Brötchen. Ständig „lachte“ sie mich an. Die Wurst ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Verrückt, dachte ich. Warum muss ich die jetzt ‚haben?’Ich überlegte sehr lange. Zu lange; denn dann mussten wir nach hause fahren. Unterwegs war diese Wurst immer noch in meinem Kopf. Fazit: Keine sichtbaren „Verlockungen“ mehr. Die Situation verlassen; wegsehen. Ehrlich gesagt, wenn die Waage heute mehr angezeigt, hätte ich wohl das Handtuch geschmissen. Zurzeit fällt es mir schwer durchzuhalten. Aber ich versuche mich zu disziplinieren.
Woche vom 27.06. bis 03.07.:
Tja, habe etwas zugenommen. Habe mich diese Woche weniger bewegt und merke, dass sich so langsam wieder meine alten Verhaltensmuster (Essen) einschleichen. Ich will das nicht, aber es fällt mir zurzeit schwer. Trotzdem werde ich jetzt besonders auf mich aufpassen .Ich schreibe diese Woche ein Essprotokoll.
Woche vom 04.07. bis 10.07.:
Diese Woche war gut. Habe wieder mehr Sport betrieben. Mein Körper sagt etwas Anderes, als mein Kopf. Ich merke, dass ich mehr auf den „Bauch“ hören sollte. Zurzeit bewegt sich nicht viel auf der Waage. Das liegt daran, dass ich nicht konsequent die FP einhalte. Nächste Woche werde ich mit meiner Mutter zusammen verreisen und gemeinsam die FP zählen. Ich glaube, dass ist das, was mir fehlt, eine kleine Selbsthilfegruppe ist.
Woche vom 11.07. bis 17.07.:
Das war eine sehr schöne Woche: Hatte viele nette Begegnungen/Gespräche. Im Job läuft zurzeit auch alles gut. Habe mich mehr bewegt. Fahre sogar früh morgens mit Rad zur Arbeit und habe Freude dabei. Gewichtsmäßig bleibe ich zurzeit stehen (mit kleinen Schwankungen).Denke der Urlaub kommt gerade richtig. Meine Mutter fährt mit. Wir sind eine kleine Selbsthilfegruppe. Freue mich riesig. Dort werde ich auch radeln und laufen.
Woche vom 18.07. bis 24.07.:
Endlich Urlaub. Wir lassen uns das Frühstück servieren. Meine Mutter kocht für uns. Habe bestimmt etwas zugenommen. Habe hier oft Hunger/Appetit.
Ist das die Seeluft?? Ich versuche mich zu bremsen. Fahre Rad und laufe.
Woche vom 25.07. bis 31.07.:
Acht Kilo in sechs Monaten abgenommen!
Das ist für mich ein großer Erfolg.
Vor allen Dingen habe ich durchgehalten.
Der absolute Clou: Hatte jetzt zwei Wochen Urlaub mit reichhaltigem Frühstück und habe in der Zeit zwei Kilo runter.
Das motiviert/beflügelt mich ungemein. Ich habe gelernt auf mein Körpergefühl zu hören, mich genau zu beobachten, warum ich wann was esse. Bewege mich regelmäßig und mit Freude. Habe mir ein anderes Vorbild gesucht, als dass, was mir früher vorgelebt wurde. Der persönliche Besuch bei Susanne motivierte mich zusätzlich:
Ruhig einmal die Woche ein „Chaostag“. Ich freue mich auf die dritte Staffel und bin voller Zuversicht.